Chlorwasser
- Details
- Veröffentlicht am Montag, 13. Juni 2011 00:00
- Geschrieben von Manfred Seidl
Versuchsbeschreibung:
Aus Calciumhypochlorit, Salzsäue und dest. Wasser wird Chlorwasser hergestellt.
Verwendete Chemikalien:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze | Menge |
|---|---|---|---|
|
Calciumhypochlorit, Ca(OCl)2
Synonyme: Bleichpulver
CAS-Nr.: 7778-54-3 WGK: 2 |
Gefahr |
EUH031: Entwickelt bei Berührung mit Säure giftige Gase. H272: Kann Brand verstärken; Oxidationsmittel. H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. H335: Kann die Atemwege reizen. H400: Sehr giftig für Wasserorganismen. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. P304 + P340: BEI EINATMEN: An die frische Luft bringen und in einer Position ruhigstellen, die das Atmen erleichtert. P309 + P310: BEI Exposition oder Unwohlsein: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. |
15g |
|
Salzsäure 37%, HCl
Synonyme: Salzsäure rauchend
CAS-Nr.: 7647-01-0 WGK: 1 |
Gefahr |
H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein. H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. H335: Kann die Atemwege reizen. P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. |
25mL |
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Natronlauge 30%, NaOH
Synonyme: Natriumhydroxidlösung 30%
CAS-Nr.: 1310-73-2 WGK: 1 |
Gefahr |
H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. P309 + P310: BEI Exposition oder Unwohlsein: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. |
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Zwischenprodukt:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze |
|---|---|---|
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Chlor, Cl2 M: 70.91 g/mol
CAS-Nr.: 7782-50-5 WGK: 3 |
Gefahr |
H270: Kann Brand verursachen oder verstärken; Oxidationsmittel. H280: Enthält Gas unter Druck; kann bei Erwärmung explodieren. H315: Verursacht Hautreizungen. H319: Verursacht schwere Augenreizung. H331: Giftig bei Einatmen. H335: Kann die Atemwege reizen. H400: Sehr giftig für Wasserorganismen. P220: Von Kleidung/brennbaren Materialien fernhalten/entfernt aufbewahren. P261: Einatmen von Staub/ Rauch/ Gas/ Nebel/ Dampf/ Aerosol vermeiden. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. P311: GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. P410 + P403: Vor Sonnenbestrahlung geschützt an einem gut belüfteten Ort aufbewahren. |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:
Scheidetrichter, Stativ, Klammer, Muffe, drei 500mL Erlenmeyerkolben (Weithals), zwei Stopfen mit Bohrungen, Messzylinder, 250mL Becherglas, Glasstab, 600mL Becherglas (breit), Glasrohre, Schläuche, Holzwolle, Glasgewindeflasche (braun), Abzug
Reaktionsgleichung:
Im Erlenmeyerkolben I:
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Im Erlenmeyerkolben II:
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Im Chlorabsorber:
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Versuchsdurchführung:
In den Erlenmeyerkolben I werden 15g Calciumhypochlorit vorgelegt.
Erlenmeyerkolben 2 enthält 500mL dest. Wasser.
Der Chlorabsorber wird mit in Natronlauge 30% getränkte Holzwolle gefüllt.
Die Apparatur wird ansonsten wie im Bild rechts aufgebaut.
In einem 250mL Becherglas werden 25mL dest. Wasser vorgelegt und 25mL Salzsäure 37% unter Rühren zugegeben. Die 50mL verdünnte Salzsäure gibt man in den Scheidetrichter.
In kleinen Portionen wird die verdünnte Salzsäure in den Erlenmeyerkolben I abgelassen.
Jetzt entsteht Chlor, welches mit der Zeit durch den Erlenmeyerkolben II perlt.
Ist die Chlorgasentwicklung abgeschlossen, wird der Scheidetrichter so oft mit dest. Wasser beschickt und abgelassen, bis der Erlenmeyerkolben I bis knapp unter das Glasrohr mit Wasser gefüllt ist.
Durch diese Maßnahme wurde das komplette Chlorgas durch Erlenmeyerkolben II gedrückt und zum Großteil gelöst.
Überschüssiges Chlor wird im Chlorabsorber absorbiert. Das hergestellte Chlorwasser kann nun in eine Glasgewindeflasche (braun) umgefüllt werden.
In 1L Wasser können maximal 2,3L Chlor gelöst werden.
Chlor ist ein Atemgift! Chlorgas nicht einatmen! Einatmen von Chlorgas kann ein Lungenödem zur Folge haben! Versuch nur unter dem Abzug durchführen!
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