Blei(IV)-oxid
- Details
- Veröffentlicht am Mittwoch, 01. Juni 2011 00:00
- Geschrieben von Manfred Seidl
Versuchsbeschreibung:
Aus Blei(II)-nitrat, Natriumhydroxid und Wasserstoffperoxid wird Blei(IV)-oxid hergestellt.
Verwendete Chemikalien:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze | Menge |
|---|---|---|---|
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Blei(II)-nitrat, Pb(NO3)2
Synonyme: Bleinitrat, Bleisalpeter
CAS-Nr.: 10099-74-8
Reproduktionstoxizität-Cat.: 2 |
Gefahr |
H272: Kann Brand verstärken; Oxidationsmittel. H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H332: Gesundheitsschädlich bei Einatmen. H361: Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen. H400: Sehr giftig für Wasserorganismen. P220: Von Kleidung/brennbaren Materialien fernhalten/entfernt aufbewahren. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P281: Vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung verwenden. |
33.12g |
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Natriumhydroxid, NaOH
Synonyme: Ätznatron
CAS-Nr.: 1310-73-2 WGK: 1 |
Gefahr |
H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein. H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. |
18g |
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Wasserstoffperoxid 30%, H2O2
Synonyme: Perhydrol, Wasserstoffsuperoxid
CAS-Nr.: 7722-84-1 WGK: 1 |
Gefahr |
H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H318: Verursacht schwere Augenschäden. P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. |
20mL |
Produkt:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze |
|---|---|---|
|
Blei(IV)-oxid, PbO2
Synonyme: Bleidioxid, Bleisuperoxid, Bleiperoxid
CAS-Nr.: 1309-60-0
Reproduktionstoxizität-Cat.: 1A |
Gefahr |
H272: Kann Brand verstärken; Oxidationsmittel. H360Df: Kann das Kind im Mutterleib schädigen. Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. H332: Gesundheitsschädlich bei Einatmen. H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H373: Kann die Organe schädigen (alle betroffenen Organe nennen, sofern bekannt) bei längerer oder wiederholter Exposition (Expositionsweg angeben, wenn schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht). H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung. P201: Vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen. P220: Von Kleidung/brennbaren Materialien fernhalten/entfernt aufbewahren. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P308 + P313: BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen. P501: Inhalt/ Behälter in einer anerkannten Abfallentsorgungsanlage zuführen. |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:
Drei 250mL Bechergläser, Messzylinder, Glasstäbe, 600mL Becherglas, Magnetrührer, Rührfisch, Tropftrichter oder Bürette, Stativ, Muffe, Klemme, Saugflasche, Nutsche, Filter, Wasserstrahlpumpe, Abzug, Porzellanschale, Trockenschrank
Reaktionsgleichung:
1. Blei(II)-nitrat reagiert mit Natriumhydroxid zu Blei(II)-hydroxid und Natriumnitrat:
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2. Blei(II)-hydroxid reagiert mit überschüssigem Natriumhydroxid zu einem Plumbat(II)-Komplex:
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3. Der Plumbat(II)-Komplex wird mit Wasserstoffperoxid zu Natriumhydroxid, Blei(IV)-oxid und Wasser umgesetzt:
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In einer Nebenreaktion wird aus Natriumhydroxid und Wasserstoffperoxid Sauerstoff freigesetzt!
Versuchsdurchführung:
Auf einen Magnetrührer wird ein 600mL Becherglas gestellt und ein Rührfisch in das Becherglas gegeben.
An ein Stativ wird ein Tropftrichter oder eine Bürette so befestigt, dass die Auslassöffnung in das Becherglas ragt.
In einem 250mL Becherglas werden 33.12g Blei(II)-nitrat in 70mL dest. Wasser gelöst. Die fertige Lösung wird nun in das 600mL Becherglas überführt und der Magnetrührer eingeschaltet.
18g Natriumhydroxid werden, in einem 250mL Becherglas, in 40mL dest. Wasser gelöst und anschließend portionsweise in das 600mL Becherglas gegossen. Jetzt wird gerührt, bis sich ein evtl. Niederschlag von Blei(II)-hydroxid wieder gelöst hat.
Mit einem Messzylinder werden 20mL Wasserstoffperoxid 30% abgemessen und in den Tropftrichter bzw. Bürette gegeben. Nun wird das Wasserstoffperoxid 30% langsam zu der Plumbat(II)-Lösung getropft. Das Blei(IV)-oxid fällt als brauner Niederschlag aus.
Das Wasserstoffperoxid nicht zu schnell zugeben! In einer Nebenreaktion wird Sauerstoff gebildet! Die Lösung könnte daher stark Aufschäumen!
Nach beendeter Zugabe des Wasserstoffperoxid 30% wird noch für fünf Minuten nachgerührt.
Das Blei(IV)-oxid wird nun mittels Saugfiltration abgetrennt, dreimal mit 50mL dest. Wasser gewaschen und in eine Porzellanschale überführt.
Das feuchte Blei(IV)-oxid wird bei 100 °C im Trockenschrank getrocknet.
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