Anthrachinon
- Details
- Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Januar 2011 18:07
- Geschrieben von Manfred Seidl
Versuchsbeschreibung:
Aus Anthracen, Essigsäure, Natriumchlorat, Schwefelsäure konz. und Vanadium(V)-oxid wird Anthrachinon hergestellt.
Verwendete Chemikalien:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze | Menge |
|---|---|---|---|
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Anthracen, C14H10
Synonyme: Paranaphthalin
CAS-Nr.: 120-12-7 WGK: 2
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Achtung |
H315: Verursacht Hautreizungen. H319: Verursacht schwere Augenreizung. H335: Kann die Atemwege reizen. H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung. P261: Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. P501: Inhalt/Behälter in einer anerkannten Abfallentsorgungsanlage zuführen. |
30g |
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Essigsäure 100%, C2H4O2
Synonyme: Eisessig, Methancarbonsäure, Methylameisensäure
CAS-Nr.: 64-19-7 WGK: 1
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Gefahr |
H226: Flüssigkeit und Dampf entzündbar. H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. |
335mL |
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Natriumchlorat, NaClO3 M: 106.44 g/mol
CAS-Nr.: 7775-09-9 WGK: 2 |
Gefahr |
H271: Kann Brand oder Explosion verursachen; starkes Oxidationsmittel. H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H411: Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. P210: Von Hitze/Funken/offener Flamme/heißen Oberflächen fernhalten. Nicht rauchen. P220: Von Kleidung/brennbaren Materialien fernhalten/entfernt aufbewahren. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. |
25.3g |
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Schwefelsäure 95-97%, H2SO4
Synonyme: konz. Schwefelsäure, Schwefelsäure konz.
CAS-Nr.: 7664-93-9 WGK: 1 |
Gefahr |
H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein. H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. P280: Schutzhandschuhe / Schutzkleidung / Augenschutz / Gesichtsschutz tragen. P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. P309: BEI Exposition oder Unwohlsein: P310: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. |
1.50g |
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Vanadium(V)-oxid, V2O5
Synonyme: Vanadinpentoxid, Vanadinsäureanhydrid, Vanadiumpentoxid
CAS-Nr.: 1314-62-1
Keimzell-Mutagenität-Cat.: 2 |
Gefahr |
H302 + H332: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken oder Einatmen. H335: Kann die Atemwege reizen. H341: Kann vermutlich genetische Defekte verursachen. H361d: Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen. H372: Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition. H411: Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. P281: Vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung verwenden. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P304 + P340: BEI EINATMEN: An die frische Luft bringen und in einer Position ruhigstellen, die das Atmen erleichtert. P308 + P313: BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen. |
0.17g |
Produkt:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze |
|---|---|---|
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Anthrachinon, C14H8O2
Synonyme: 9,10-Anthrachinon, 9,10-Dihydro-9,10-anthracendion
CAS-Nr.: 84-65-1 WGK: 1
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Achtung |
H312: Gesundheitsschädlich bei Hautkontakt. H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen. H332: Gesundheitsschädlich bei Einatmen. P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung tragen. |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:
500mL Dreihalskolben, Kugelkühler, 250mL Tropftrichter, Claisenstück, Thermometer, 100mL Messzylinder, 1L Becherglas, Trichter, Rührmotor, KPG-Rührer, Rührerhülse, Abgasschlauch mit passender Hülse, Heizpilz, Wasserstrahlpumpe, Nutsche D=0,5cm, 1L Saugflasche, Kühlbad, Schutzscheibe, Porzellanschale
Reaktionsgleichung:

Versuchsdurchführung:
1.50g Schwefelsäure konz. werden in 68.50g Wasser gelöst. Die erhaltene Schwefelsäure 2% wird im weiteren Verlauf benötigt.
In der aufgebauten 500mL Dreihalskolbenrührapparatur werden 30g Anthracen und 335mL Essigsäure 100% vorgelegt und gut verrührt. Nun werden 23.5g Natriumchlorat unter Rühren bei Raumtemperatur zugegeben.
Nach der Zugabe des Natriumchlorats wird mittels des Tropftrichters die Schwefelsäure 2% zugetropft. Jetzt werden 0.17g Vanadium(V)-oxid eingetragen. Mit dem Heizpilz wird nun langsam auf 80 °C erhitzt.
Bei Beginn der Reaktion (gelbe Fällung), spätestens jedoch bei 80 °C, wird der Heizpilz entfernt. Die Temperatur sollte 80 °C nicht überschreiten. Ist die Reaktion zu heftig, wird mit dem Kühlbad (Wasser) kurzzeitig gekühlt. Noch weitere 30 Minuten wird die Temperatur bei 80 °C gehalten (Heizpilz).
Anschließend noch 1 Stunde unter Rückfluss kochen.
Das noch heiße Produkt wird in ein 1L Becherglas gegossen und auf 0 °C abgekühlt (Kältemischung Eis/Natriumchlorid).
Nun wird mit der Nutsche scharf abgesaugt, die Kristallmasse dreimal mit je 150mL dest. Wasser gewaschen und stark abgepresst. Das feuchte Produkt wird in eine Porzellanschale überführt und bei 110 °C bis zur Massenkonstanz getrocknet.
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