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Mineralisches Chamäleon

Details

Versuchsbeschreibung:

Bei diesem Experiment werden die unterschiedlichen Färbungen von Mangan- bzw. Manganat-Ionen gezeigt.

 

Verwendete Chemikalien:

Chemikalie Symbole EUH- / H- / P-Sätze Menge

Kaliumpermanganat, KMnO4

Synonyme: Permangansäure Kaliumsalz
M: 158.03 g/mol

CAS-Nr.: 7722-64-7
EG-Nr.: 231-760-3

WGK: 3

GHS 03 - Flamme über einem Kreis

GHS 07 - Ausrufezeichen

GHS 09 - Umwelt

Gefahr

H272: Kann Brand verstärken; Oxidationsmittel.

H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

P210: Vor Hitze schützen.

P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

0.2g

Natriumsulfit wasserfrei, Na2SO3

M: 126.04 g/mol

CAS-Nr.: 7757-83-7
EG-Nr.: 231-821-4

WGK: 1

 

-

1g

Zink Staub, Zn

M: 65.37 g/mol

CAS-Nr.: 7440-66-6
EG-Nr.: 231-175-3

WGK: 2

GHS 09 - Umwelt

Achtung

H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

Spatelspitze

Schwefelsäure 95-97%, H2SO4

Synonyme: konz. Schwefelsäure, Schwefelsäure konz.
M: 98.08 g/mol

CAS-Nr.: 7664-93-9
EG-Nr.: 231-639-5

WGK: 1

GHS 05 - Ätzwirkung

Gefahr

H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein.

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

P280: Schutzhandschuhe / Schutzkleidung / Augenschutz / Gesichtsschutz tragen.

P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.

P309: BEI Exposition oder Unwohlsein:

P310: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.

3 Tropfen

Natronlauge 30%, NaOH

Synonyme: Natriumhydroxidlösung 30%
M: 40.00 g/mol

CAS-Nr.: 1310-73-2
EG-Nr.: 215-185-5

WGK: 1

GHS 05 - Ätzwirkung

Gefahr

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen.

P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.

P309 + P310: BEI Exposition oder Unwohlsein: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

5 Tropfen

bzw.

10mL

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:

Zwei 250mL Bechergläser, zwei Glasstäbe, fünf Reagenzgläser, Reagenzglasständer, Kältemischung (Eis/Kochsalz), zwei Thermometer (-30 °C), Waage, Pipetten, Messzylinder

 

Reaktionsgleichung:

Bei Anwesenheit von Säure:

Reaktionsgleichung Reduktion zu Mangan(II)

In neutralem Medium:

Reaktionsgleichung Reduktion zu Mangan(IV)

Bei Anwesenheit von Lauge:

Reaktionsgleichung Reduktion zu Manganat(VI)

Unter Kühlung und bei Anwesenheit von Lauge:

Reaktionsgleichung Reduktion zu Hypomanganat

 

Erklärung:

Die Reduktionsfähigkeit von Permanganaten ist stark abhängig von der Wasserstoffionenkonzentration (H+ bzw. H3O+), also dem pH-Wert.

In saurem Medium erfolgt eine Reduktion von +VII (Mn7+) zu +II (Mn2+). Lösungen die Mangan(II)-Ionen enthalten sind fleischfarben.

In neutraler Lösung stoppt die Reduktion bei der Oxidationsstufe +IV. Es fällt Mangan(IV)-oxid (Braunstein) aus, welches der Lösung eine braune Färbung verleiht.

In basischem Milieu endet die Reduktion bei der Oxidationsstufe +VI. Manganat(VI)-Ionen (MnO42-) färben die Flüssigkeit grün.

Wird Lauge im Überschuss verwendet und die Lösung zusätzlich gekühlt, dann erhält man Hypomanganat-Ionen (MnO43-), welche die Lösung blau färben. Das Mangan hat also seine Oxidationsstufe von +VII auf +V verändert. Es handelt sich also wieder um eine Reduktion.

 

Versuchsdurchführung:

In einem 250mL Becherglas werden 0.2g Kaliumpermanganat in 199.8g dest. Wasser gelöst.

1g Natriumsulfit wird in einem 250mL Becherglas in 99g dest. Wasser aufgelöst.

In den Reagenzglasständer werden vier Reagenzgläser gestellt und mit jeweils 5mL Kaliumpermanganatlösung gefüllt.

Reagenzglas 1: Hier gibt man drei Tropfen Schwefelsäure 96% hinzu und schwenkt kurz um. Nun wird eine Spatelspitze Zinkstaub zugegeben. Es gibt eine Gasentwicklung und die Lösung entfärbt sich allmählich.

Reagenzglas 2: Hier werden 3mL Natriumsulfitlösung zugegeben. Die Lösung verfärbt sich braun und es bilden sich braune Flocken, die aus Braunstein bestehen.

Reagenzglas 3: Man gibt hier fünf Tropfen Natronlauge 30% hinzu, schwenkt kurz um und fügt ebenfalls 3mL Natriumsulfitlösung hinzu. Es zeigt sich eine grüne Färbung der Lösung.

Reagenzglas 4: Zu dieser Lösung werden 10mL Natronlauge 30% gegeben, kurz umgeschwenkt und in einer Kältemischung auf -5 °C abgekühlt. In ein weiteres Reagenzglas werden 3mL der Natriumsulfitlösung eingefüllt und in der Kältemischung auf 0 °C abgekühlt.

Nach Erreichen der jeweiligen Temperatur wird die Natriumsulfitlösung in die Kaliumpermanganat gegossen. Die Lösung färbt sich blau.

 

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