Kaliumferrat(VI)
- Details
- Veröffentlicht am Mittwoch, 15. Juni 2011 00:00
- Geschrieben von Manfred Seidl
Versuchsbeschreibung:
Ein Gemisch aus Eisen und Kaliumnitrat wird in einem Stahltiegel stark erhitzt. Dabei entsteht Kaliumferrat(VI).
Verwendete Chemikalien:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze | Menge |
|---|---|---|---|
|
Eisen fein gepulvert, Fe M: 55.85 g/mol
CAS-Nr.: 7439-89-6 |
Achtung |
H228: Entzündbarer Feststoff. |
5g |
|
Kaliumnitrat, KNO3
Synonyme: Salpetersäure-Kaliumsalz, Kalisalpeter
CAS-Nr.: 7757-79-1 WGK: 1 |
Achtung |
H272: Kann Brand verstärken; Oxidationsmittel. P210: Von Hitze/Funken/offener Flamme/heißen Oberflächen fernhalten. Nicht rauchen. |
5g |
|
Wasserstoffperoxid 30%, H2O2
Synonyme: Perhydrol, Wasserstoffsuperoxid
CAS-Nr.: 7722-84-1 WGK: 1 |
Gefahr |
H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H318: Verursacht schwere Augenschäden. P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. |
2mL |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:
Stahltiegel, Dreibein, Tondreieck, Bunsenbrenner, Spatel, Reibschale mit Pistill, Trichter, Glaswatte, 250mL Becherglas, Abzug, Pipette, Reagenzglas
Reaktionsgleichung:
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Erklärung:
Bei der Reaktion zwischen Eisen und Kaliumnitrat bildet sich neben Eisenmischoxiden und Stickstoff auch Kaliumferrat(VI). Die Ferrate(VI) sind wie Permanganate starke Oxidationsmittel. Nur in basischen Lösungen sind Ferrate(VI) stabil. In saurer oder wässriger Lösung zerfallen Sie unter Bildung von Eisen(III)-Verbindungen. Durch Zugabe von Wasserstoffperoxid tritt Entfärbung ein und es scheidet sich braunes Eisen(III)-hyroxid, Fe(OH)3, ab.
Versuchsdurchführung:
In einem Stahltiegel werden 5g Eisenpulver und 5g Kaliumnitrat innig miteinander vermengt. Der Tiegel wird in ein Tondreieck, welches sich auf einem Dreibein befindet, gestellt.
Nun wird von unten mit dem Bunsenbrenner stark erhitzt. Unter Entstehung von weißem Rauch glüht die Mischung auf.
Man lässt abkühlen und überführt das schwarze Reaktionsprodukt in eine Reibschale, wo es mit einem Pistill zerkleinert wird.
Das Reaktionsprodukt wird nun mit 10-15mL kaltem (5- 10 °C) dest. Wasser versetzt.
Die Lösung wird durch einen Trichter, der Glaswatte enthält, geklärt.
Das ablaufende Filtrat hat eine tiefviolette Färbung, die von dem gebildeten Kaliumferrat(VI) herrührt.
Mit einer Pipette werden 2-5mL der Kaliumferrat(VI)-Lösung in ein Reagenzglas überführt und mit 2mL Wasserstoffperoxid 30% versetzt. Es tritt Entfärbung ein und es scheidet sich Eisen(III)-hydroxid ab.
Wer eine 20%ige Bariumchlorid-Lösung zur Hand hat, kann auch rotviolettes Bariumferrat(VI), BaFeO4, ausfällen.
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