Phosphor (weiß) aus Calciumphosphat
- Details
- Veröffentlicht am Samstag, 25. Juni 2011 00:00
- Geschrieben von Manfred Seidl
Versuchsbeschreibung:
In einem Reagenzglas werden Calciumphosphat und Magnesium bis zum Aufglühen erhitzt. Es wird dabei weißer Phosphor freigesetzt.
Verwendete Chemikalien:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze | Menge |
|---|---|---|---|
Calciumphosphat, Ca3(PO4)2 Synonyme: tri-Calciumorthophosphat, tert-Calciumphosphat CAS-Nr.: 7758-87-4 |
|
- |
3g |
Magnesium Pulver (<0,1 mm), Mg M: 24.31 g/mol CAS-Nr.: 7439-95-4 |
Gefahr |
H260: In Berührung mit Wasser entstehen entzündbare Gase, die sich spontan entzünden können. H250: Entzündet sich in Berührung mit Luft von selbst. P210: Von Hitze/Funken/offener Flamme/heißen Oberflächen fernhalten. Nicht rauchen. P402 + P404: In einem geschlossenen Behälter an einem trockenen Ort aufbewahren. |
0.5g |
Produkt:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze |
|---|---|---|
Phosphor weiß, P Synonyme: Phosphor gelb, Tetraphosphor CAS-Nr.: 12185-10-3 WGK: 3 |
Gefahr |
H250: Entzündet sich in Berührung mit Luft von selbst. H330: Lebensgefahr bei Einatmen. H300: Lebensgefahr bei Verschlucken. H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. H400: Sehr giftig für Wasserorganismen. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P301 + P310: BEI VERSCHLUCKEN: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. P422: Inhalt in/unter Wasser aufbewahren. |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:
Reagenzglas, Porzellanschale, Spatel, Stativ, Klammer, Muffe, Glaswatte, Bunsenbrenner, Abzug, Pinzette oder Tiegelzange, Eisendraht
Reaktionsgleichung:
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Reaktion von weißem Phosphor mit Sauerstoff:
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Erklärung:
Das Calciumphosphat wird durch Magnesium zu Phosphor (weiß) reduziert. Weißer Phosphor reagiert mit vorhandenem Sauerstoff zu Diphosphorpentoxid, P4O10, wobei eine Leuchterscheinung auftritt.
Versuchsdurchführung:
In einer Porzellanschale werden 3g Calciumphosphat und 0.5g Magnesiumpulver miteinander vermischt. Die Mischung wird mit einem Spatel in ein Reagenzglas überführt.
Das Reagenzglas wird schräg an einem Stativ mit Klammer und Muffe befestigt und mit einem Glaswattebausch verschlossen.
Unter dem Abzug wird in einem abgedunkelten Raum mit einem Bunsenbrenner erhitzt, bis die Mischung aufglüht. Die Flamme muss sofort entfernt werden.
Es steigen leuchtende Phosphordämpfe auf.
Mit einer Pinzette oder Tiegelzange wird die Glaswatte entfernt und mit einem Eisendraht an der Glaswandung gekratzt.
Dabei kann beobachtet werden, dass immer wieder unverbrannter Phosphor aufleuchtet.
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