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Chemolumineszenz mit Lucigenin

Details

Versuchsbeschreibung:

Eine Lucigenin-Lösung und eine Natriumhydroxid/Wasserstoffperoxid-Lösung werden in einem abgedunkelten Raum in ein großes Reaktionsgefäß gegossen.

 

Verwendete Chemikalien:

Chemikalie Symbole EUH- / H- / P-Sätze Menge

N,N'-Dimethyl-9,9'-biacridiniumdinitrat, C28H22N4O6

Synonyme: Lucigenin, 9,9´-Bis-(N-methylacridiniumnitrat)
M: 510.50 g/mol

CAS-Nr.: 2315-97-1
EG-Nr.: 219-023-4

WGK: 3

Strukturformel Lucigenin

 

-

0.02g

Natriumhydroxid, NaOH

Synonyme: Ätznatron
M: 40.00 g/mol

CAS-Nr.: 1310-73-2
EG-Nr.: 215-185-5

WGK: 1

GHS 05 - Ätzwirkung

Gefahr

H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein.

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen.

P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.

P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.

0.8g

Wasserstoffperoxid 30%, H2O2

Synonyme: Perhydrol, Wasserstoffsuperoxid
M: 34.01 g/mol

CAS-Nr.: 7722-84-1
EG-Nr.: 231-765-0

WGK: 1

GHS 05 - Ätzwirkung

GHS 07 - Ausrufezeichen

Gefahr

H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H318: Verursacht schwere Augenschäden.

P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen.

P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

5mL

Ethanol 96% vergällt, C2H6O

Synonyme: Alkohol, Weingeist, Ethylalkohol, Sprit
M: 46.07 g/mol

CAS-Nr.: 64-17-5
EG-Nr.: 200-578-6

WGK: 1

Strukturformel Ethanol

GHS 02 - Flamme

Gefahr

H225: Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar.

P210: Von Hitze/Funken/offener Flamme/heißen Oberflächen fernhalten. Nicht rauchen.

30mL

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:

Drei 300mL Erlenmeyerkolben, Glasstäbe, Spatel, 100mL Meßzylinder

 

Reaktionsgleichung:

Reaktion von Lucigenin mit Natronlauge zum Dihydroxy-Derivat:

Reaktionsgleichung Reaktion von Lucigenin mit Natronlauge zum Dihydroxy-Derivat

 

Reaktion des Dihydroxy-Derivats mit Wasserstoffperoxid zu einem Dioxetan:

Reaktionsgleichung Reaktion des Dihydroxy-Derivats mit Wasserstoffperoxid zu einem Dioxetan

 

Zerfall des Dioxetans zu N-Methylacridon im angeregten Zustand:

Reaktionsgleichung Zerfall des Dioxetans zu N-Methylacridon im angeregten Zustand

 

Übergang des angeregten N-Methylacridons zum Zustand niedrigster Energie:

Reaktionsgleichung Übergang des angeregten N-Methylacridons zum Zustand niedrigster Energie

 

Erklärung:

Im ersten Reaktionsschritt wird aus Lucigenin und Natriumhydroxid ein Dihydroxy-Derivat gebildet.

Vorhandenes Wasserstoffperoxid führt dazu, dass ein Dioxetan (Peroxid) entsteht, welches nicht stabil ist.

Das Dioxetan zerfällt in zwei Moleküle N-Methylacridon, die sich in einem angeregten Zustand befinden.

Um einen Zustand niedrigster Energie zu erreichen, wird Energie in Form von Licht abgegeben. In dieser Zeit leuchtet die Lösung!

 

Versuchsdurchführung:

Lösung A: In einem 300mL Erlenmeyerkolben werden 0.8g Natriumhydroxid in 65mL dest. Wasser gelöst und mit 30mL Ethanol versetzt. Vor Versuchsbeginn gibt man der Lösung noch 5mL Wasserstoffperoxid 30% zu.

Lösung B: In einem 300mL Erlenmeyerkolben werden 0.02g Lucigenin in 100mL dest. Wasser gelöst.

In einem abgedunkelten Raum werden nun Lösung A und B in einem 300mL Erlenmeyerkolben vereinigt. Es zeigt sich eine prächtige Chemolumineszenz, deren Farbe (Wellenlänge des Lichts) stark von der Konzentration des Lucigenin abhängt. Die Farbe schwankt zwischen Blau und Grün.

 

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