Fluoreszenz mit Magnesiumbromid
- Details
- Veröffentlicht am Freitag, 01. Juli 2011 00:00
- Geschrieben von Manfred Seidl
Versuchsbeschreibung:
Wird frischkristallisiertes Magnesiumbromid mit Zinn(II)-chlorid verrieben, zeigt sich unter UV-Licht eine goldgelbe Fluoreszenz.
Verwendete Chemikalien:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze | Menge |
|---|---|---|---|
Magnesiumbromid Hexahydrat, MgBr2 * 6 H2O Synonyme: Magnesium(II)-bromid Hexahydrat, Magnesiumdibromid Hexahydrat CAS-Nr.: 13446-53-2 WGK: 3 |
Achtung |
H315: Verursacht Hautreizungen. H319: Verursacht schwere Augenreizung. H335: Kann die Atemwege reizen. P261: Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. |
10g |
Zinn(II)-chlorid, SnCl2 Synonyme: Zinndichlorid, Zinnchlorür CAS-Nr.: 7772-99-8
Sensibilisierend (allgemein): ja |
Achtung |
H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H315: Verursacht Hautreizungen. H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen. H319: Verursacht schwere Augenreizung. H335: Kann die Atemwege reizen. P280: Schutzhandschuhe tragen. P302 + P352: BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. |
1 Spatelspitze |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:
250mL Becherglas, Glasstab, Abdampfschale, UV-Analysenlampe mit Nickeloxid-Sperrfilter für sichtbares Licht, Trockenschrank, Reibschale mit Pistill
Reaktionsgleichung:
entfällt
Erklärung:
Durch Verreiben werden Zinn(II)-Ionen in das Kristallgitter des Magnesiumbromid aufgenommen. Dabei bilden sich Lumineszenzzentren (Störstellen), die bei UV-Bestrahlung eine goldgelbe Fluoreszenz zeigen.
Versuchsdurchführung:
In einem 250mL Becherglas werden 10g Magnesiumbromid Hexahydrat in 50mL dest. Wasser gelöst. Die Magnesiumbromid-Lösung wird in eine Abdampfschale gegeben und bei 105 °C im Trockenschrank eingedampft.
Von dem frischkristallisierten Magnesiumbromid wird 1g in eine Reibschale überführt und die Reibschale unter die UV-Lampe gestellt. Mit dem Pistill wird nun im abgedunkelten Raum das Magnesiumbromid verrieben. Es passiert nichts.
Nun gibt man eine Spatelspitze Zinn(II)-chlorid zu und verreibt abermals kräftig unter der UV-Lampe.
Innerhalb kurzer Zeit zeigt sich eine goldgelbe Fluoreszenz.
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