Aminoplast aus Formaldehyd und Harnstoff
- Details
- Veröffentlicht am Sonntag, 23. Januar 2011 15:03
- Geschrieben von Manfred Seidl
Versuchsbeschreibung:
Aus Harnstoff und Formaldehyd bildet sich durch eine Polykondensation ein Aminoplast. Celluloid, Bakelit und die Aminoplaste waren die ersten Kunststoffe, die Verwendung in der Technik fanden.
Verwendete Chemikalien:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze | Menge |
|---|---|---|---|
Harnstoff, CH4N2O M: 60.06 g/mol CAS-Nr.: 57-13-6 WGK: 1
|
|
- |
60g |
Formaldehydlösung 35%, CH2O Synonyme: Formalin, Formol CAS-Nr.: 50-00-0 Karzinogenität-Cat.: 2 ![]() |
Gefahr |
H301: Giftig bei Verschlucken. H311: Giftig bei Hautkontakt. H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen. H331: Giftig bei Einatmen. H335: Kann die Atemwege reizen. H351: Kann vermutlich Krebs erzeugen. H370: Schädigt Organe. P260: Staub/ Rauch/ Gas/ Nebel/ Dämpfe/ Spray nicht einatmen. P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. P301 + P310: BEI VERSCHLUCKEN: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. P310: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. |
60mL |
Salzsäure 37%, HCl Synonyme: Salzsäure rauchend CAS-Nr.: 7647-01-0 WGK: 1 |
Gefahr |
H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein. H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. H335: Kann die Atemwege reizen. P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. |
3mL |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:
Magnetrührer, Magnetfisch, zwei 250mL Bechergläser, 14 Reagenzgläser, Petrischale
Reaktionsgleichung:

Erklärung:
Aus Harnstoff und Formaldehyd entsteht in Anwesenheit von Salzsäure ein Aminoplast und Wasser. Dabei handelt es sich um eine Polykondensation. Unter einer solchen Reaktion versteht man eine Polymerisation, bei der Wasser oder andere leichter flüchtige Verbindungen abgespalten werden. Die Voraussetzung für eine Polykondensation ist, dass die Monomere mindestens zwei reaktionsfähige Gruppen besitzen.
Versuchsdurchführung:
In einem 250mL Becherglas werden in 60g Wasser 60g Harnstoff gelöst. Die entstandene Lösung wird in sieben Reagenzgläser verteilt.
In einem weiteren 250mL Becherglas werden 60mL dest. Wasser vorgelegt und 60mL konz. Formaldehydlösung zugegeben und ebenfalls auf sieben Reagenzgläser verteilt.
Die Harnstoff- und Formaldehydlösungen werden in eine Petrischale gegossen, vermischt, 3mL konz. Salzsäure zugegeben und nochmals verrührt.
So sieht es aus:
Video:
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