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Aminoplast aus Formaldehyd und Harnstoff

Details

Versuchsbeschreibung:

Aus Harnstoff und Formaldehyd bildet sich durch eine Polykondensation ein Aminoplast. Celluloid, Bakelit und die Aminoplaste waren die ersten Kunststoffe, die Verwendung in der Technik fanden.

 

Verwendete Chemikalien:

Chemikalie Symbole EUH- / H- / P-Sätze Menge

Harnstoff, CH4N2O

M: 60.06 g/mol

CAS-Nr.: 57-13-6
EG-Nr.: 200-315-5

WGK: 1

Strukturformel Harnstoff

 

-

60g

Formaldehydlösung 35%, CH2O

Synonyme: Formalin, Formol
M: 30.03 g/mol

CAS-Nr.: 50-00-0
EG-Nr.: 200-001-8

Karzinogenität-Cat.: 2
Sensibilisierend (allgemein): ja
WGK: 2

Strukturformel Formaldehyd

GHS 06 - Totenkopf mit gekreuzten Knochen

GHS 05 - Ätzwirkung

GHS 08 - Gesundheitsgefahr

Gefahr

H301: Giftig bei Verschlucken.

H311: Giftig bei Hautkontakt.

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H331: Giftig bei Einatmen.

H335: Kann die Atemwege reizen.

H351: Kann vermutlich Krebs erzeugen.

H370: Schädigt Organe.

P260: Staub/ Rauch/ Gas/ Nebel/ Dämpfe/ Spray nicht einatmen.

P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen.

P301 + P310: BEI VERSCHLUCKEN: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. P310: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

60mL

Salzsäure 37%, HCl

Synonyme: Salzsäure rauchend
M: 36.46 g/mol

CAS-Nr.: 7647-01-0
EG-Nr.: 231-595-7

WGK: 1

GHS 05 - Ätzwirkung

GHS 07 - Ausrufezeichen

Gefahr

H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein.

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H335: Kann die Atemwege reizen.

P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.

P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

3mL

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:

Magnetrührer, Magnetfisch, zwei 250mL Bechergläser, 14 Reagenzgläser, Petrischale

 

Reaktionsgleichung:

Reaktionsgleichung Harnstoff und Formaldehyd

 

Erklärung:

Aus Harnstoff und Formaldehyd entsteht in Anwesenheit von Salzsäure ein Aminoplast und Wasser. Dabei handelt es sich um eine Polykondensation. Unter einer solchen Reaktion versteht man eine Polymerisation, bei der Wasser oder andere leichter flüchtige Verbindungen abgespalten werden. Die Voraussetzung für eine Polykondensation ist, dass die Monomere mindestens zwei reaktionsfähige Gruppen besitzen.

 

Versuchsdurchführung:

In einem 250mL Becherglas werden in 60g Wasser 60g Harnstoff gelöst. Die entstandene Lösung wird in sieben Reagenzgläser verteilt.

In einem weiteren 250mL Becherglas werden 60mL dest. Wasser vorgelegt und 60mL konz. Formaldehydlösung zugegeben und ebenfalls auf sieben Reagenzgläser verteilt.

Die Harnstoff- und Formaldehydlösungen werden in eine Petrischale gegossen, vermischt, 3mL konz. Salzsäure zugegeben und nochmals verrührt.

 

So sieht es aus:

Aminoplast aus Formaldehyd und Harnstoff Aminoplast aus Formaldehyd und Harnstoff Aminoplast aus Formaldehyd und Harnstoff

 

Video:

 

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