Auflösen von Styropor
- Details
- Veröffentlicht am Sonntag, 23. Januar 2011 15:19
- Geschrieben von Manfred Seidl
Versuchsbeschreibung:
Styropor löst sich sehr gut in Lösungsmittel, wie z. B. Aceton oder Essigsäureethylester. Was dieses Experiment unter Beweis stellen soll.
Verwendete Chemikalien:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze | Menge |
|---|---|---|---|
| Styropor |
|
- |
10g |
Aceton, C3H6O Synonyme: Propanon, Propan-2-on, Dimethylketon CAS-Nr.: 67-64-1
WGK: 1
|
Gefahr |
EUH066: Wiederholter Kontakt kann zu spröder oder rissiger Haut führen. H225: Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar. H319: Verursacht schwere Augenreizung. H336: Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen. P210: Von Hitze/Funken/offener Flamme/heißen Oberflächen fernhalten. Nicht rauchen. P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. |
50mL |
Essigsäureethylester, C4H8O2 Synonyme: Ethylacetat, Essigester, Ethylethanoat CAS-Nr.: 141-78-6 WGK: 1
|
Gefahr |
EUH066: Wiederholter Kontakt kann zu spröder oder rissiger Haut führen. H225: Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar. H319: Verursacht schwere Augenreizung. H336: Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen. P210: Von Hitze/Funken/offener Flamme/heißen Oberflächen fernhalten. Nicht rauchen. P240: Behälter und zu befüllende Anlage erden. P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. |
50mL |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:
600mL Becherglas breite Form, Glasstab, Schutzscheibe
Reaktionsgleichung:
entfällt
Erklärung:
Styropor besteht aus Makromolekülen (Polymere) und bis zu 98% Luft. Bei der Herstellung wird Polystyrol durch ein Treibmittel aufgeschäumt, wobei zwischenmolekulare Bindungen entstehen. Aceton (Propanon) hat die Fähigkeit diese Bindungen zu zerstören. Dabei entweicht die Luft und das Polystyrol liegt im Aceton gelöst vor. Es handelt sich hierbei um einen reinen Lösungsvorgang (physikalisch). Chemisch gesehen passiert dabei nichts.
Versuchsdurchführung:
In ein 600mL Becherglas wird so viel Styropor gegeben, bis es halbgefüllt ist.
Das Styropor wird jetzt mit ca. 50mL Aceton oder Essigsäureethylester übergossen und mit dem Glasstab so lange umgerührt, bis es sich gänzlich gelöst hat.
So sieht es aus:
Video:
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