Bier-Experiment
- Details
- Veröffentlicht am Mittwoch, 26. Januar 2011 06:42
- Geschrieben von Manfred Seidl
Versuchsbeschreibung:
Zwei halbgefüllte Maßkrüge (Kaliumiodat-Lösung und Natriumsulfit-Lösung) werden ineinander gegossen. Die chemische Reaktion tritt mit Verzögerung ein. Da die Umsetzungsgeschwindigkeit u. a. von der Konzentration der Lösungen abhängt, könnte man durch Messen der Reaktionszeit die Konzentrationen berechnen.
Verwendete Chemikalien:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze | Menge |
|---|---|---|---|
|
Kaliumiodat, KIO3 M: 214,00 g/mol
CAS-Nr.: 7758-05-6 WGK: 1 |
Gefahr |
H272: Kann Brand verstärken; Oxidationsmittel. H318: Verursacht schwere Augenschäden. P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. |
0.5g |
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Natriumsulfit wasserfrei, Na2SO3 M: 126.04 g/mol
CAS-Nr.: 7757-83-7 WGK: 1 |
|
- |
0.4g |
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Schwefelsäure 95-97%, H2SO4
Synonyme: konz. Schwefelsäure, Schwefelsäure konz.
CAS-Nr.: 7664-93-9 WGK: 1 |
Gefahr |
H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein. H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. P280: Schutzhandschuhe / Schutzkleidung / Augenschutz / Gesichtsschutz tragen. P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. P309: BEI Exposition oder Unwohlsein: P310: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. |
1mL |
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Spümittel |
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- |
0.2mL |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:
Magnetrührer, Magnetfisch, zwei 600mL Bechergläser, zwei Maßkrüge
Reaktionsgleichung:

Noch vorhandenes Hydrogensulfit reduziert Iod sofort wieder zu Iodid. Erst wenn alles Hydrogensulfit verbraucht ist, wird elementares Iod gebildet.
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Erklärung:
Bei dieser Reaktion handelt es sich um die landoltsche Zeitreaktion! Kaliumiodat dient als Oxidationsmittel. Die Iodationen werden zu elementarem Iod reduziert. Aus Natriumsulfit wird unter Zugabe von konzentrierter Schwefelsäure Natriumhydrogensulfit (Reduktionsmittel) gebildet. Das Natriumhydrogensulfit (NaHSO3) wird zu Natriumhydrogensulfat oxidiert. Da Oxidation und Reduktion ablaufen, handelt es sich um eine Redoxreaktion! Erst wenn der Anteil an Hydrogensulfit-Ionen vollständig zu Hydrogensulfat abreagiert hat, kann die Komproportionierung Iodat und Iodid zu Iod stattfinden. Diese schnelle Reaktion führt zur Verfärbung der Lösung.
Versuchsdurchführung:
In einem 600mL Becherglas werden 0.5g Kaliumiodat in 500mL dest. Wasser gelöst, anschließend in einen Maßkrug umgefüllt und 0.2mL Spülmittel zugegeben.
In einem weiteren 600mL Becherglas werden 0.4g Natriumsulfit in 500mL dest. Wasser gelöst, 1mL konz. Schwefelsäure zugegeben und anschließend in einen weiteren Maßkrug umgefüllt.
Beide Lösungen werden schwungvoll gemischt.
So sieht es aus:
Video:
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