Kupferspiegel
- Details
- Veröffentlicht am Freitag, 04. März 2011 11:45
- Geschrieben von Franziska Jassen
Versuchsbeschreibung:
Eine Kupfer(II)-acetat-Lösung wird mit einer Lösung von Hydrazin Monohydrat reduziert. Dabei scheidet sich metallisches Kupfer auf dem Glas ab.
Verwendete Chemikalien:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze | Menge |
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Hydrazin Monohydrat, N2H4 * H2O
Synonyme: Hydraziniumhydroxid, Hydrazinhydrat, Hydrazinmonohydrat
CAS-Nr.: 7803-57-8
Karzinogenität-Cat.: 1B
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Gefahr |
H301: Giftig bei Verschlucken. H310: Lebensgefahr bei Hautkontakt. H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen. H330: Lebensgefahr bei Einatmen. H350: Kann Krebs erzeugen. H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung. P201: Vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen. P260: Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dämpfe/Spray nicht einatmen. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P284: Atemschutz tragen. P302 + P350: BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Behutsam mit viel Wasser und Seife waschen. |
1mL |
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Kupfer(II)-acetat Monohydrat, Cu(CH3COO)2 * H2O
Synonyme: Cupriacetat, Grünspan
CAS-Nr.: 6046-93-1 WGK: 3 |
Gefahr |
H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H318: Verursacht schwere Augenschäden. H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. |
0.2g |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:
50mL Becherglas, 10mL Messzylinder, 3 Pipetten, Reagenzglas, Gasbrenner
Reaktionsgleichung:
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Erklärung:
Wird das Reaktionsgemisch aus Hydrazin und Kupfer(II)-acetat erhitzt, werden die Kupferionen (Oxidationsmittel) reduziert und fallen als Kupferspiegel an der Glaswandung aus. Dabei bilden sich neben dem Kupfer auch Ammoniak, Stickstoff und Essigsäure.
Der Stickstoff des Hydrazins wird sowohl reduziert als auch oxidiert. Er tritt also als Oxidationsmittel und als Reduktionsmittel auf. Eine solche Reaktion bezeichnet man als Disproportionierungsreaktion. Dabei handelt es sich um eine besondere Form der Redoxreaktion.

Der Stickstoff hat beim Hydrazin eine mittlere Oxidationsstufe und liegt nach der Reaktion in einer höheren (N2) und einer niedrigeren Oxidationsstufe (NH3) vor.
Insgesamt handelt es sich um eine Redoxreaktion, da Oxidation und Reduktion stattfinden.

Versuchsdurchführung:
Lösung 1: Mit einem Messzylinder werden 9mL dest. Wasser abgemessen und mit einer Pipette 1mL Hydrazin Monohydrat zugegeben.
Lösung 2: In einem 50mL Becherglas werden 10mL dest. Wasser vorgelegt und 0.2g Kupfer(II)-acetat zugegeben. Die Lösung muss so lange gerührt werden, bis sich das Kupfer(II)-acetat gelöst hat.
In einem fettfreien Reagenzglas werden 5mL der Kupfer(II)-acetat-Lösung vorgelegt. Nun gibt man 5mL der hergestellten Hydrazin Monohydrat-Lösung zu. Mit der Hand umschwenken und mit dem Brenner erhitzen. Die Verspiegelung dauert ca. ein bis zwei Minuten.
So sieht es aus:
Video:
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