Pyrophores Eisen
- Details
- Veröffentlicht am Freitag, 04. März 2011 15:56
- Geschrieben von Manfred Seidl
Versuchsbeschreibung:
Über einer feuerfesten Unterlage wird "Pyrophores" Eisen aus einem Reagenzglas geschüttet.
Verwendete Chemikalien:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze | Menge |
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Eisen(II)-oxalat Dihydrat, FeC2O4 * 2 H2O M: 179.89 g/mol
CAS-Nr.: 6047-25-2 WGK: 1
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2g |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:
Feuerfeste Unterlage, Standard Reagenzglas aus Duranglas, Bunsenbrenner, Streichhölzer
Reaktionsgleichung:

Erklärung:
Eisen(II)-oxalat zersetzt sich beim Erhitzen zu Eisen(II)-oxid (FeO), Kohlenstoffmonoxid und Kohlenstoffdioxid. Eisen(II)-oxid ist nur bei Temperaturen über 560 °C stabil. Bei niedrigerer Temperatur kommt es zur Disproportionierung des Eisen(II)-oxids. Dabei werden Eisen (Fe) und Magnetit (Fe3O4) gebildet. Fe3O4 ist ein Mischoxid, da es Eisen(II)- und Eisen(III)-oxide enthält.
Das Eisen des Eisen(II)-oxids wird sowohl reduziert als auch oxidiert. Es tritt also als Oxidationsmittel und als Reduktionsmittel auf. Eine solche Reaktion bezeichnet man als Disproportionierungsreaktion. Das Eisen hat beim Eisen(II)-oxid eine mittlere Oxidationsstufe und liegt nach der Reaktion in einer höheren (Fe3O4) und einer niedrigeren Oxidationsstufe (Fe) vor. Insgesamt handelt es sich um eine Redoxreaktion, da Oxidation und Reduktion stattfinden.
Die entstandenen Eisennanopartikel glühen bei Kontakt mit Sauerstoff und verbrennen zu Magnetit. Da das Eisen oxidiert und der Sauerstoff reduziert wird, handelt es sich auch hierbei um eine Redoxreaktion.
Versuchsdurchführung:
In einem Reagenzglas werden 2g Eisen(II)-oxalat über der Bunsenflamme so lange erhitzt, bis keine Gasentwicklung mehr auftritt.
Das fertige pyrophore Eisen wird nun über einer feuerfesten Unterlage ausgeschüttet. Den Raum vorher abdunkeln!
So sieht es aus:
Video:
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